Wittener Mammut-Projekt: Vier Kunstrasen-Plätze sollen zügig renoviert werden
Dass die Plätze renoviert werden, halten wir, der SV Herbede und der Hammerthaler SV, für sinnvoll und notwendig, zumal die Vereinsmitglieder ja in den letzten 15 Jahren einen finanziellen Beitrag für die Erneuerung des Kunstrasens leisten mussten.
Im September 2025 gab es einen Termin beim SSV, an dem die vier Vereine teilnahmen. Dort wurde geklärt, in welcher Reihenfolge die Plätze erneuert werden. Die Baustelle beim SV Herbede sollte am 1.6. eröffnet werden. Es sollte laut SSV noch ein Termin im Februar stattfinden, den gab es nicht.
In der zweiten Maiwoche wurde der Terminplan, Baubeginn am 01.06.2026, noch schriftlich vom Stadtsportverband bestätigt.
Am 19.05.2026, also 14 Tage vor Baubeginn, gab es dann folgende E-Mail:
Hallo zusammen,
im Anhang findet ihr den geänderten Bauzeitenplan für die Kunstrasenerneuerung. Das Tiefbauamt und die ausführende Firma werden sich dazu bei euren Ansprechpartnern vor Ort zeitnah melden.
Gruß
Thomas Schmidt
In der angehängten Tabelle wurde aufgeführt, dass der SV Bommern nun von der letzten Stelle auf Platz 2 und der SV Herbede auf Platz 3 rutschte.
Es gab keine Begründung, warum der Tausch erfolgte, und es hat sich auch niemand zeitnah gemeldet.
Nach einigen E-Mails mit dem Stadtsportverband und der Sportdezernentin Frau Ann Kathrin Frede bekamen wir außer einer Entschuldigung und dem Hinweis, dass auf unserem Platz Termine des Schulsports stattfinden und man die nicht auf einem anderen Platz durchführen kann, keine fundierten Gründe genannt. Es wurden als Grund Kosten in hoher vierstelliger Höhe angegeben, wenn die Schulsport-Termine an einem anderen Ort stattfinden. Außerdem bekamen wir die Info, dass man das Schulamt nicht in die Planung eingebunden hat. Ist Frau Frede nicht auch verantwortlich für den Sport in Witten?
Die ausführende Baufirma konnte angeblich nur diese Änderung anbieten. Wir wissen aber: Der Baufirma ist egal, wohin die Arbeiter fahren.
In den E-Mails an den SSV, Frau Frede und Bürgermeister Dirk Leistner, die wir natürlich alle vorlegen können, haben wir unter anderem folgende Fragen gestellt:
Nach unserem Kenntnisstand sollen 2 Termine im Juni von den Schulen gebucht sein. Antwort von der Stadt: Es sollen 7 Termine sein. Trotz mehrmaliger Nachfrage konnte man uns diese aber nicht belegen und auch nicht sagen, wann und welche Schulen da auf dem Herbeder Sportplatz Training, Sportfeste oder Bundesjugendspiele geplant haben.
Dazu sollte man noch sagen, dass die Schlösser zu den sanitären Anlagen und den Kabinen ausgewechselt wurden. Nur das Eingangstor hat noch ein altes Schloss. Nach unserem Kenntnisstand haben die Schulen die neuen Schlüssel nicht. So durften wir schon in dieser Woche zweimal früh morgens für die Herbeder Grundschule aufschließen. Also müssen wir zu den weiteren Terminen offensichtlich auch aufschließen. Nur, wann sollen wir da sein?
Beide Vereine haben insgesamt ca. 150 Spielerinnen und Spieler, die im Juli ihre Vorbereitung auf die neue Saison geplant haben. Wo sollen die jetzt trainieren und spielen und wer zahlt die Kosten für die Anreise auf die möglichen anderen Plätze? Keine Antwort von der Stadt.
Wir haben unser Heimrecht für ein B-Jugend Aufstiegsspiel im Juni abgegeben. Wer zahlt den Einnahmeverlust? Keine Antwort von der Stadt.
Wir mussten ein traditionelles Turnier im Juni absagen, weil uns die Kunstrasen-Erneuerung wichtig ist. Das Turnier hätte nach dem neuen Terminplan stattfinden können. Wer zahlt die Einnahmeverluste? Keine Antwort von der Stadt.
In Vorbereitung auf den geplanten Platzumbau im Juni haben die freiwilligen Ehrenamtler ihre Urlaubsplanung angepasst. Da reicht eine Entschuldigung nicht!
Wir fragen uns nun, was ist das für eine Kommunikation? Warum hat es überhaupt den Termin im September gegeben, wenn wir in keine Entscheidung eingebunden werden und uns die Entscheidungen noch nicht einmal hinreichend erklärt werden.
Auf unsere letzte E-Mail ist gar nicht mehr geantwortet worden.
Wir wissen, dass der Schulsport wichtig ist. Das ist hier nicht die Frage. Aber der Aufwand, die uns bekannten 2 Schulveranstaltungen von jeweils 4 Stunden auf andere Sportanlagen zu verlegen, ist wesentlich geringer, als wenn ca. 150 Spielerinnen und Spieler mehrmals pro Woche andere Sportstätten aufsuchen müssen, die jetzt in der Kürze der Zeit von den beiden Vereinen erst überhaupt noch gefunden werden müssen. Selbst die Verlegung von 7 Schulveranstaltungen wäre wesentlich geringerer Aufwand gewesen.
Warum werden Entscheidungen nicht auf einer fundierten Faktenbasis getroffen und warum sucht man kein klärendes Gespräch? Geht man so mit den Vereinen und den ehrenamtlichen arbeitenden Menschen in diesen Vereinen um?
Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Bürgerinnen und Bürger immer unzufriedener werden mit den Entscheidungen der Politik und der Ämter.
Witten 28.05.2026
Karl-Heinz Fröhning, Marcus Hehn beide SV Herbede und Wilfried Wirges Hammertaler SV.














